7.11.15
Ich freue mich auf ein neues freies Projekt - wie einige schon wissen - ein "Theater am Tisch".
GLAUBE LIEBE HOFFNUNG geschrieben 1932 von Ödön von Horvàth, nach Informationen des Gerichtsreporters Lukas Kristl . ...
Eine Lesung der anderen Art ... eine Sprech-Spiel-Sing-Lesung ...
Es berührt mich sehr, wie Horvàth alles Wirkliche, Hilflose, Sprachlose - trotz vieler Worte - , all das Kalte und die ganz gewöhnliche Bösartigkeit einfängt, die unter den Menschen grassiert , und wie diese dann selbst darunter leiden ohne es zu merken, ohne sich dessen bewusst zu sein... … Damals, 1932, wie heute . Immer noch das gleiche Karussell …
Ihre Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste, ihr Bedürfnis nach Sicherheit, nach Liebe, ihr Todesmut zum Leben ...hat alles Wiedererkennungswert ... ist berührend..
Die Zärtlichkeit des Autors seinen « Monstern » gegenüber, die WIR sind … berührend ....
Man weiss manchmal nicht, ob man lachen oder heulen soll ...
Die Sprache, die zeigt, wie die Figuren... die Menschen... WIR ! ... in ROLLEN, in Funktionen eingesperrt sind … und die KOMIK die daraus entsteht …. auch berührend ..
Es ist ein absurd-realistisches und immer aktuelles Volksstück
Wie schon in meinem 'Theater am Tisch' mit Felix Mitterers STIGMA
spreche lese spiele ich das ganze Theaterstück und schlüpfe in viele Rollen :
Elisabeth, die ihren Wandergewerbeschein dringend wieder braucht...
Alfons Klostermeyer, der Schupo, der Liebe und Pflicht nicht auf die Reihe bekommt...
Alfons Klostermeyer, der Schupo, der Liebe und Pflicht nicht auf die Reihe bekommt...
Die Ober-, Vize- und einfachen Präparatoren des Anatomischen Instituts..
Maria, die sich auf ihre Lebenserfahrung beruft und reingelegt wird ...
Der Baron mit dem Trauerflor..
Irene Prantl mit ihrer Büstenhalter- und Korsettfirma...
Joachim, der tollkühne Lebensretter...
...nicht zu vergessen die Frau Amtsgerichtsrat, die ihren Mann auch mal für sich haben und ins Kino möchte ..
...und weitere ..
Maria, die sich auf ihre Lebenserfahrung beruft und reingelegt wird ...
Der Baron mit dem Trauerflor..
Irene Prantl mit ihrer Büstenhalter- und Korsettfirma...
Joachim, der tollkühne Lebensretter...
...nicht zu vergessen die Frau Amtsgerichtsrat, die ihren Mann auch mal für sich haben und ins Kino möchte ..
...und weitere ..
All diese Charaktere in mir selbst suchen, entdecken... eine spannende Reise ...
Eine ZU-SCHAUERIN nach einer privaten Vor-Aufführung :
....das war gestern Abend ganz großartig. Es geht mir immer noch sehr nah. Ich hatte bisher nur "meinen" Woyzzeck, nun habe ich auch "meine " Elisabeth. Diese beiden berühren mich auf ähnliche Weise ganz tief.
....Diese radikale Reduktion eines Stückes auf eine Person könnte sowas von daneben gehen, aber da Du die Personen so genau zeichnet, hat das Stück eine unglaubliche Wucht, da Elisabeth wirklich "nur" Elisabeth ist bis zum bitteren Ende. Ich finde, ihre Elisabeth ist genau DIE Elisabeth. Peter und Du - Ihr beide macht das wunderbar!
Ich mag, was Ödön v. Horváth in seiner Randbemerkung Auffälliges zum Stück schrieb (1932) :
« Wie in allen meinen Stücken versuchte ich auch diesmal, möglichst rücksichtslos gegen Dummheit und Lüge zu sein, denn diese Rücksichtslosigkeit dürfte wohl die vornehmste Aufgabe eines schöngeistigen Schriftstellers darstellen, der es sich manchmal einbildet, nur deshalb zu schreiben, damit die Leut ́sich selbst erkennen. Erkenne dich bitte selbst! Auf dass du dir jene Heiterkeit erwirbst, die dir deinen Lebens- und Todeskampf erleichtert, indem dich nämlich die liebe Ehrlichkeit gewiss nicht über dich ( denn das wäre Einbildung ) , doch neben und unter dich stellt, sodass du dich immerhin nicht von droben, aber von vorne, hinten, seitwärts und von drunten betrachten kannst! - «
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| Ödön von Horvàth (Keystone) |
Ernst gemeinte Anfragen für die Aufführung : über KONTAKT
oder Mail: info@krista-posch.de
(>>> erste TERMINE stehen fest ab November.)
Hier noch eine Erinnerung an mein "Theater am Tisch" mit STIGMA .
Das habe ich ohne Musiker gemacht, selbst Mundharmonika-Musik komponiert und gespielt zwischendurch...
Stigmas Autor Felix Mitterer schrieb damals :

(>>> erste TERMINE stehen fest ab November.)
.....
Hier noch eine Erinnerung an mein "Theater am Tisch" mit STIGMA .
Das habe ich ohne Musiker gemacht, selbst Mundharmonika-Musik komponiert und gespielt zwischendurch...
Stigmas Autor Felix Mitterer schrieb damals :



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