20.9.2016 Reisenotizen (5)
....wir rannten über Stock und Stein, waren jung und alt zugleich.....eine Freundin, die mich hier besucht hat für eine Woche, und ich, wir waren oft völlig allein zwischen 3000 Jahre alten Brunnen-Tempeln, Versammlungs-räumen, heiligen Wegen und heiligen Hainen, Oliven, Eichen.. Wir nahmen und gaben, wir lachten und schäkerten mit alten und jungen sardischen Männern ..und auch Frauen.
Nur wenige Touristen mehr .. .
Die Sonne brennt, auch wenn der Herbst sie filtert...
WER FLIEGEN MÖCHTE MUSS ES TUN. Antonello vom Agriturismo Sas Abbilas , was "die Adler" bedeutet, sagt, als Kind habe er ein Shirt getragen, auf welchem eine Möwe zu sehen war und darunter stand dieser Satz ... Ein Mensch, phänomenal mit Erde und Himmel verbunden ... Ich kann es nur so ausdrücken .. Hat sich auf seinem Grundstück eine Mischung aus Schlaraffenland und Paradies erschaffen ... Flüssiger Ziegenjogurth zum Frühstück .. So muss Manna geschmeckt haben ... Ja ja, man darf mich ruhig auslachen ...
SANTU ANTINE .. Hochburg der Nuragher-Kultur... Der sardische Boden ... die Kraft dieser Erde ... Dieses Himmels... Bin voll getränkt davon ...
Die alten Männer mit ihrer selbstverständlich-sinnlichen Offenheit ...
Der Parco di Giara, von Tuili aus.. Ein wildwucherndes Hochplateau, eines von vielen ... Wildpferde , Korkeichen mit ihren frisch-roten Wunden, verwunschene Waldstücke,
...der Nuraghe SU NURAXI mit Innen- und Aussenmauern, Licht nur im Innenhof.. Die Angst regierte wohl schon vor 3000 Jahren die Welt, und doch gab es bei diesem Ur-Hirtenvolk der Nuragher auch einen Kontakt nach "oben", zu einer Intelligenz, der sie noch verbunden waren... zumindest die ursprünglichsten von ihnen ...
Was für ein Land !
Und so schöne Menschen oft !
Den jungen Mann von einem Agriturismo beim Nuraghe Mannu, den musst du dir halt vorstellen : helle Haut, kohlschwarze große sanfte Augen, meterlange Wimpern, kohlschwarze Haare plus ebensolchem kleinen Bart, von prenuraghischer Freundlichkeit beim Beantworten einer Frage ...
Und so schöne Menschen oft !
Den jungen Mann von einem Agriturismo beim Nuraghe Mannu, den musst du dir halt vorstellen : helle Haut, kohlschwarze große sanfte Augen, meterlange Wimpern, kohlschwarze Haare plus ebensolchem kleinen Bart, von prenuraghischer Freundlichkeit beim Beantworten einer Frage ...
....auch die indischen Feigen, die wie ein fleischiges Netz überall die Hänge überziehen ... Oder die vielen Felsgebilde, welche Gesichter, Haltungen, Gesten ausdrücken... Die Natur hat oft Comic-Qualität !
Bergauf bergab durchs Wilde Innere sind wir gefahren ... Hinter fast jeder Haarnadel Kurve lauerte neue Natur, neues Gefels... Neue Berggeister... Wir haben die Nuragher-Dörfer mit ihren Heiligtümern besucht... Inzwischen haben diese Orte christliche Namen, wurden Kirchen dran gebaut wie überall an sogenannten Kraftplätzen , Kraft ist manchmal trotzdem noch vorhanden ... ... Santa Cristina, Santa Vittoria...
Das Gigantengrab THOMES bei Dorgali ... Als hätten Außerirdische ein Mutterraumschiff vergessen hier, und finden nun nicht mehr zurück ...
Das sensationelle MENHIR - Museum in Laconi .. Prenuraghische Darstellung von MENSCHEN ... Der erste Versuch, sich selbst anzuschauen... Und sich unter die Sterne zu stellen, um mit ihnen und dem Universum zu kommunizieren... Was haben wir doch alles verloren ... ...Auch weibliche Menhire gibt es ..... wie bitte ? Mit angedeuteten Brüsten, und einem Tor zur Welt unten .... Jawoll :-)
CALA GONONE sieht so aus , wie ich mich an meine Kindheitsmeerurlaube erinnere ... Nachsaison -Charme überall .. Das tat der Qualität der Muschelsuppe und der Insalata di frutti di mare keinen Abbruch .... Der Wind fegte über die Veranda, der Mond stieg tropfend aus dem Meer, "buona notte e a domani !"
Ein paar Eindrücke , zum Vergrößern draufklicken :
Text und Photos ©krista posch
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