Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr und so ..



1.1.2017










Jetzt ist immer .

Ein entspannter Tag . Das Geknalle immer noch da draussen ist so sinnlos, dass es gar nicht bei mir innen ankommt . 

Die Hühnersuppe - eine jüdische Freundin nannte sie mal „jewisch Antibiotika“ - tut nicht nur dem kranken Jan gut, sondern schmeckt auch mir - zu festlich Prickelndem . Wenn mein Mann krank ist merke ich erst, wie viel an Alltagshaushaltskram er mir gesunderweise abnimmt . Bin dankbar dafür . 

Bin dankbar auch dafür, dass ich trotz aller punktueller Schreckens-Ereignisse rund um mich auf diesem Erdball friedlich leben darf, arbeiten, sein, schauen, morgens gesund aufstehen, abends in ein warmes Bett. Eine Freundin schrieb gestern einen berührenden Brief, wie sie mit ihren multiplen Krankheiten umgeht ... wie positiv gestimmt ... was jammern wir oft auf hohem Niveau ...Bei meinem Neujahrsspaziergang heute kam ich wieder mal an dem Bettenlager unter einer der Isarbrücken vorbei , da haben sich ungarische Obdachlose schon lange eingerichtet . Inzwischen ist es eine Bettenburg geworden . Wie sie bei dieser Frostkälte überleben können … habe wie so viele andere schon Wärmendes vorbeigebracht … Freundliche, dankbare Gesichter . Fühle mich hilflos bei Vielem ….. 

Orangene Stadtmänner räumten in Zeitlupe heute den materiellen Rest vom gestrigen Krach von der Wiese…
Der Rosengarten schläft verpackt und fotogen, Raureif auf den Blättern . Manches sieht wattig-weich aus und wartet aufs Sprießen oder den Schnee .
Kommt gut in den 2. Januar
 















text&photos (c) krista posch






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