Wer demnächst in die Provence reist, sollte sich das nicht entgehen lassen ...
Es lohnt auch ein Umweg, falls man nicht direkt in der Nähe ist :
DIE CARRIÈRES DE LUMIÈRES
bei Les Baux de Provence
Vor solchen SPEKTAKELN schrecke ich eigentlich zurück,
bin skeptisch, was aus der Vermischung von bildender Kunst, Computertechnik,
Musik so zu werden droht... Aber dann ist es überwältigend, was drei italienische
Zauberer da zuwege brachten:
Man spaziert durch die Gemälde von Hieronymus Bosch, von Brueghel jung und alt,
man IST mitten in der Schöpfung,
man IST mitten im Höllensturz,
man IST in den ländlichen Festen der Brueghels,
man säuft, feiert, liebt und leidet, barmt und fürchtet sich vor Gottes Zorn,
wer immer das sei...
Der Boden wankt und dreht sich, die Bilder, die wir alle aus den Museen kennen
bewegen sich und man selbst IN ihnen...
Der Kosmos nimmt einen mit in die Schöpfung unserer Winz-Erde...
Zugleich mit den Sternen erscheinen auch die Höllengespenster ....
Die Blumen der Brueghels, die Zerbrechlichkeit der Gläser und Tischdekorationen,
die Spitzendecken, die Obstteller, die Wolllüstigkeiten und Obszönitäten ...
alles überdimensional groß, in höherer Auflösung als Full HD, und in Bewegung..
über uns hinweg, die wir als kleine zusehende Schatten durch dieses bildmächtige,
klangmächtige, ur-tümliche Universum in den Steinbrüchen unter der Festung
der Baux de Provence stolpern..
über uns hinweg, die wir als kleine zusehende Schatten durch dieses bildmächtige,
klangmächtige, ur-tümliche Universum in den Steinbrüchen unter der Festung
der Baux de Provence stolpern..
"Aus den Steinbrüchen inmitten der Alpilles stammt der weiße Kalkstein,
der zur Errichtung des Château und Dorfes Les Baux-de-Provence
abgebaut wurde. Unter dem Wettbewerbsdruck durch moderne Materialien
wurden die Brüche 1935 geschlossen.
Die Carrières begannen ein zweites Leben in den 1960er Jahren,
dank Jean Cocteaus visionärem Genie,
der sie 1959 als Drehort für seinen Film Testament d’Orphée ans Licht brachte.
Diese Verwandlung wurde 1977 durch ein neues Projekt fortgesetzt.
Auf Grundlage der Recherchen von Joseph Svoboda,
einem der größten Szenografen des 20. Jahrhunderts,
kam der Ort neu zur Geltung:
Seine Felswände sollten nun als Hintergrund für eine innovative
Ton- und Lichtshow dienen.
Die als „son et lumière“ bekannten Vorstellungen werden nunmehr
seit über 30 Jahren in den alten Steinbrüchen gezeigt."
So steht es auf der Homepage des spektakulären Ortes,
weitere Infos über die Künstler, die Musikauswahl, und Veranstaltungen auch hier:
Die Steinbrüche ohne Licht und Farbenspiel haben ebenfalls eine große
Anziehungskraft , wie man sehen kann .... Cocteau hat da sein Meisterwerk
DAS TESTAMENT DES ORPHEUS gedreht und der Film ist im Steinbruch
auch zu sehen .
Anziehungskraft , wie man sehen kann .... Cocteau hat da sein Meisterwerk
DAS TESTAMENT DES ORPHEUS gedreht und der Film ist im Steinbruch
auch zu sehen .
text und Bilder : (c)krista posch


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