Bin berührt, verblüfft, begeistert von dem, was ich jetzt vier Mal hintereinander gesehen habe ... Kann es fast nicht glauben... So kann ein TV-Vierteiler also auch sein : Vier mal 9o Minuten Spannung, ausnahmslos gute Schauspieler, eine Regie von Hans-Christian Schmid, die ohne Schnörkel und Umwege eine Geschichte erzählt, der man 360 Minuten lang ohne einen Moment von Ermüdung folgt, Drehbuch, Filmmusik, Szenenbild, Kostümbild ... die Genauigkeit, die dokumentarische Wucht ... ich komme aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Die Art und Weise, wie sich das Drama dieser "Kinder" zuspitzt, ist von der Stringenz einer griechischen Tragödie. Kein einziges Mal dachte ich wie sonst häufig : Das könnte man aber auch in 60 Minuten erzählen. Oder auch gar nicht .
TV-Spielfilme, oder andere Formate wie "Tatort" zum Beispiel, erfüllen oft eine 90-Minuten-Pflicht, anstatt einen Inhalt. Einem Inhalt dienen, ihn erzählen, ihn uns nahebringen, den Zuschauer mitnehmen, ohne in Schulfunk-Erklärungen zu verfallen, den Zuschauer fordern, ihn für intelligent halten.... Alle vier Folgen sind bis Ende NOVEMBER in der Mediathek zu sehen. Schaut sie Euch an.
http://www.daserste.de/unterhaltung/serie/das-verschwinden/index.html
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| ELISA SCHLOTT als Janine |
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| MARTIN FEIFEL und die herausragende JULIA JENTSCH
Wikipedia:
David Denk von der Süddeutsche Zeitung bezeichnet die Krimiserie von Hans-Christian Schmid als einen „großen Wurf.“
Auch Alexandra Seitz von der Berliner Zeitung ist voll Lob für den Regisseur und konstatiert „langen Atem, eine ruhige Hand und ein gutes Auge“ bei der gelungenen Umsetzung des Stoffes. Er ziehe „nicht nur simpel den verklärenden Schleier der Biederkeit und des Wohlanständigen beiseite, um einen dahinter liegenden Sumpf des Verbrechens zu beleuchten“, sondern es werden die, „die eigentlich nichts Böses im Schilde führen, die aber in unterschiedlichen Zwängen gefangen sind, die von Ängsten beherrscht und von unerfüllten Hoffnungen geplagt werden“, wunderbar ins Licht der Geschichte gebracht.
Elmar Krekeler von Die Welt stellt fest, dass es Schmid gelingt über sechs Stunden die Handlung „offen, ambivalent und nicht erklärend […] auszubreiten, ohne an Tiefe zu verlieren und an Dichte und existenzieller Wucht.“
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