Donnerstag, 8. September 2016

8.9.2016 Reise (2)

MOZART stand an der Straße , der Namen eines Weingutes unterwegs . Ich brauchte einen Moment  um über den BRUNELLO im Don Giovanni einen Zusammenhang herstellen zu können ..
Diese Strecke zwischen Florenz und Montalcino ...ein Geschenk ... Langsam fahren und alles trinken, was Augen und Herz aufnehmen können, nach diesem langen Nicht-Sommer in München ..
Die verblühten vertrockneten Sonnenblumen auf den Feldern , schwer von Samen , viele unterschiedliche Gelbtöne...wie von van Gogh ...
Und immer dieses Silbergrün der Olivenbäume vor den Hügeln , die mal fast schneeweiß sind, mal grün mal ocker und sich in Wellen über das Land legen und vor Fruchtbarkeit stöhnen  .. Oder ist es die lange Trockenheit die kürzlich doch begossen wurde...  Wein steht neben Wein Spalier und alles was gut und saftig ist und sich San Giovese oder Brunello nennt , hängt daran.
Zypressen stehen als strenge Hüter um die Weingüter herum oder sammeln sich düster in kleinen Wäldern ... BÖCKLINS Toteninsel fällt mir spontan ein bei dem Anblick ... An RILKE Texte muss ich auch denken in dieser Landschaft ... Hier nur mit dem IPhone bewappnet ist das verlinken oder kopieren von passenden Texten nicht so leicht und im Moment zu umständlich ... Du kannst sicher selbst im Netz nach der Duineser Elegie zB suchen, von Rilke, auch von mir gesprochen einen Ausschnitt, auf SoundCloud unter "musicsinger" (das bin ich) ... oder ein Bild der Toteninsel zum Erinnern...

In Montalcino auf der Fortezza saß ich gerade ... Ein Rundblick, der einen verstummen oder jubilieren lässt oder stumm jubilieren ...

Auf den Zinnen standen heut die vier Musketiere, italienische Ausgabe ...

Die Festtage des Honigs werden im Festungshof gerade vorbereitet, jetzt, fürs Wochenende ... Und der STURM von Shakespeare wehte hier auch schon durch , eine neapolitanische Fassung von Montalcinos Ehrenbürger, dem großartigen Komödianten  Eduardo de Filippo, der das Stück im Innenhof zur Aufführung brachte, 1983.... Auf NEAPOLITANSCH ! Großartig ....

... hier vor dem B&B meldet sich gerade wieder der Aufpasser auf vier Pfoten, wieder eine Sie, Clotilde ... 
Vor meinem kleinen Zimmer blüht und sprießt es und die schöne Annalisa , die wie auch ihr Sohn aus einem Botticelli Bild zu stammen scheint, will es ihren Gästen unvergesslich angenehm machen ... Und das alles mit diesem wunderbaren weichen Italienisch dieser Gegend ...
Nicht nur einmal gab es hier ja schon Schwierigkeiten, weil freundliche Montalcinenser im 13. und 14. Jh Gäste aufgenommen haben, allerdings Flüchtige aus Siena, das sich immer wieder mit Florenz um dieses Stadtkleinod raufte ........ Siehe Wikipedia , der Eintrag lässt sich nicht herkopieren ...

Ein paar Eindrücke von heute ..














Text und Fotos ©krista posch

Mittwoch, 7. September 2016

7.9.2016 Reise

Ob das mit dem IPhone klappt ... Blog-Versuch ... All die Bilder während der Fahrt von Faenza hierher ins ChiantiTal musst Du Dir vorstellen... Wenn ich da schon dauernd fotografiert hätte wär ich noch nicht in diesem B&B gelandet, hier in den Hügeln ... Die Straße über den kleinen Pass war herbstlich schon und dekadent und halbtot halb lebendig . Die Fonte del Alpe sicher ein Kraftplatz immer noch, das Hotel daneben eine wildromantische Bruchbude. Den Turm mit dem Zweig auf dem Hut, den musst du dir auch vorstellen, er sah verwegen aus und irgendwie tirolerisch, was ja nicht sein konnte .. Die alten Männer vor der Bar oder Tabaktrafik oder beidem zusammen musst du dir denken, ich fuhr vorbei und sah sie gestikulieren und hörte sie lachen und schimpfen wie sie es seit ewig machen, ihr eigenes herrliches Klischee ... An einer Haltestelle mitten im Nirgendwo standen schwarze junge Menschen in modischen Kleidern und warteten auf den Schulbus und den Pfau der zwischen den Olivenbäumen promenierte und erstaunt innehielt als ich vor ihm parkte den musst du dir auch vorstellen... In Corte di Valle wiederum hat mich Mathilde links liegen lassen, die weiß weise Hündin, die Hüterin des Weingutes, und die erst protestiert als ich mich auf die freundlicherweise auf einem Pinienast angebrachte Schaukel setzte und ins Abendlicht schwingen konnte ... Die ist zu sehen...Matilde... Auch die hübsche Nachttischlampe... Die Fichi d'india ... Das Abendlicht auf den Hügeln ... Die überaus bunte Bar direkt an der Straße unterwegs mit einem überdimensionalen panino mit gefühlten 500gramm San Daniele und ebensoviel Pecorino für drei Euro fuffzig ... Die Schwedin die hier alles managed antwortet immer auf Italienisch wenn ich sie reflexhaft immer wieder auf deutsch anspreche ... Die beiden jungen Schweden die hier zum Abendessen zwei Flaschen Chianti tranken wurden immer lauter und mussten sich zumindest auf keine Fremdsprache mehr konzentrieren. ...
Mein Zimmer heißt BEATRICE , Dante ist ja nicht weit ....







 















Mittwoch, 17. August 2016

Wenn plötzlich ein RILKE-FAN neben einem kniet


Ein Sommerabend mit September in the air, im Freien essen in der Veedels-Kneipe im Dreimühlen-Viertel  ...so viel Wasser unter der Münchner Stadt... . Auch wenn man hier in Bayern nicht Veedels-Kneipe sagt, aber Jan nennt das so, er hat Jahre in Köln gelebt. Den Tag ausklingen lassen, ans Reisen denken, Kindern zusehen, die Platane hoch schauen ...

Und plötzlich dies  

Sie kniete neben meinem Stuhl .  Wollte sie von unten zu mir hinauf schauen... ? Dachte sie auf diese Weise weniger zu stören ? Wollte sie die Bühnensituation nachempfinden ?


- Sie haben Ende April im Tannerhof RILKE gesprochen . 
Ich war da . Es war so berührend und stark , dass mir jetzt noch ganz anders wird . 

Sie sagte "ganz anders" . Ihre Augen wurden feucht . Sie strahlte mich an . Eine Frau um die vierzig , Wuschellocken , Brille , aparte Person , Jeansjacke und -hose , nix Verquastes , einfach jemand , der BEGEISTERT sich an etwas erinnerte und die Gelegenheit hatte , diese Begeisterung an die Verursacherin der Emotion , also an mich , weiterzugeben .

- Freut mich, dankeschön, dass Sie mir das so sagen . Ich strahlte zurück. Freute mich ehrlich . Es war eine so spontane Geste, dieses sich Hinhocken, diese leuchtenden Augen, die nass wurden, sie erlebte den Abend in dieser kurzen Minute wieder.  Ich auch . 

Dann stand sie auf und setzte sich zurück zu ihrem Begleiter . 

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Ich kann religiöse Naturen nicht begreifen,
die Gott als das Gegebene hinnehmen und nachfühlen,
ohne sich an ihm produktiv zu versuchen.
Rilke


(c) Text u Photo Krista Posch 17.8.16










Dienstag, 9. August 2016

BLUMEN . Nahaufnahmen .


Ich habe habe ein paar Blumen für dich nicht gepflückt, um dir ihr Leben mitzubringen.

Christian Morgenstern
(1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer


Lavendel-Art 

BLUMEN 
Sie waren für mich immer etwas selbstverständliches . Einfach da. In großen Mengen auf Bergwiesen am liebsten . In Bauerngärten  . Die materialisierte Seele der Erde . 
Bunt .duftend . da . 

keine Ahnung, aber gelb und hübsch 


Als Kind pflückte ich sie und brachte sie in verschwitzten Händen nach Hause . Im Wasserglas Vergissmeinnicht, die sich erstaunlich rasch wieder aufstellten und zu vergessen schienen, dass sie nicht mehr bei ihresgleichen waren . 
Seit ich fotografiere, mit dem iPhone, habe ich wieder einen neuen Blick auf diese bunten Wesen ... Und mit der Makro Linse krieche ich fast in sie hinein ... 


rote Mohnblüte
    
Sehe, dass sie Vorbilder und Muster sind für Materialien, die wir mühsam herstellen , für Seidenpapiere , Krepppapier , für Hüte und Helme .... 


gelbe Mohnblüte



...Spannend, dass wir einige ihrer Formen IN unserem Körper haben ... 
Dass Blumen mit uns verwandt sind .. Fleischig , sinnlich , stark , nicht lieblich ...
Die Natur ist recht einfach im Grunde, aber überschwänglich in der Ausarbeitung dieser Einfachheit .

lila Löwenmaul



blaues Löwenmaul

Die Kraft, in die wir Zweibeiner uns verwandelt haben in das was wir sind, sieht bei ihnen weit poetischer aus ...
sie SIND einfach, je nach Standort stehen sie anders da , färben sich verlockend (in unseren Augen) ... wehren sich oder nehmen an und auf , alles um sich selbst zu erhalten , ko-existieren friedlich oder auch nicht  ...



einfache Wiesenkleeblüte


Der Schmetterling ist selbstverständlich ER .... SIE muss warten ..... ;-) 

kleine Schafgarbe 

(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Auch er schrieb schon mal fürs Poesie-Album ...






Im Dunstkreis dieses Kirchleins von Oberrhein in Südtirol  stehen und wachsen immer wieder die von mir porträtierten Blumen ....



9.8.2016 alle Bilder und Text (c)Krista Posch 

Durch KLICK aufs Bild wird es vergrößert




Dienstag, 2. August 2016

NEBEL - UND WALDGEISTER ..





Nebelgeistlein ... 


Wald im Nebel auf 1650m Höhe ... ein Genuss .
Hörbare Stille , ausser wenn ein Pilz oder ein Eierschwammerl gesichtet wird .
Oder ein gut camouflierter Frosch ... Kröte?
Man muss schon zweimal hinschauen... Kinder sehen so jemanden gleich ...


na...?






Neugier, Suchen, Finden.
Regen ist gut Wetter.


  

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Nebel ... natürlicher Weichzeichner und Schalldämpfer ...



.... aus einem Film noir ... 
Oberradein in #südtirol, der Weg zum Zirmerhof 
Das schönste Berghotel, das ich kenne . Es lässt den Ort, an dem es steht, das sein, was er ist ...
Der Fünfjährige sagte zu mir : "Ich wünschte, ich würde hier wohnen ." (wörtlich 😊 ..)



Nebelschwaden am Abend ... nie ist die Sonne präsenter ...



 Gantkofel vor dem Gewitter ...




...es reisst wieder auf und Kitsch überflutet mich... ...aha... Kitsch? 

Natur IST Kitsch ... ich liebe das.


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 WENN MAN JEDEN SEINER SCHRITTE ALS PERFEKT BETRACHTET, DANN BRAUCHT MAN KEIN ZIEL...
Erkenntnis unterwegs ...


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Auf die Photos klicken zum vergrößerten Betrachten .
Text und Photos ©️KRISTA POSCH




















Samstag, 16. Juli 2016

TRAILER in Bild und Ton


Mein THEATER AM TISCH mit 
GLAUBE LIEBE HOFFNUNG von Ödön v. Horváth 
hat nun einen 3 Minuten - Trailer 
(rechts unten im Video Vollbild einschalten)




Eine kurzer Ausschnitt aus dem letzten Bild ...
Für alle, die das Programm schon gesehen haben, zur Erinnerung
und für alle anderen Fans dieses starken Stückes 
und von mir als Schauspielerin und Erzählerin... 
als amuse-gueule und zum Weitersagen

nächste Termine im Frühjahr 2017
Gauting, München, 30.März, 20.00Uhr : Bosco-Theater
München : Gasteig, Blackbox,19.30Uhr am 6.April   

....erst ganz zum Schluss WEHRT sich Elisabeth auch mal richtig .... 



Buchen oder anfragen kann man über die Agentur Ole Schultheis: 
mail an ole.schultheis at t-online.de 
oder auch  
info at krista-posch.de 

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Der Ausschnitt stammt aus einer Vorstellung in der CARAMBOLAGE in Bozen, Dezember 2015 











Montag, 6. Juni 2016

SCHWESTERN



Uschi und Krista in grado
Uschi ist tot 


wir haben uns beschützt geprügelt geliebt gebissen gestritten wir waren pech und schwefel und himmel und hölle tiroler lieder zweistimmig haben wir gesungen am liebsten büabele liabele und auch gern wann auch immer kloanes kindl großer gott ob es passte oder nicht die stellen die bestimmten waren von blicken begleitet nur für uns deutbar vaters tochter zion jauche dich als versprecher unterm christbaum war ein höhepunkt auf jedem erinnerungsgipfel .

uschis kommentar zum sechsten gebot im ersten beichtkasten wurde vom freundlichen pfarrer den eltern  mitgeteilt  wenn´s mi beisst dann kratz i mi - uschi in nuce .

wir haben uns viel nicht gesehen oft nicht vermisst auf eigenen wegen gratuliert zu erfolgen die eltern in der villa laurin in bozen sammelten die trophäen der töchter .

die kranke mutter bringt uns wieder näher zusammen und auseinander und uschis krankheit überlagert plötzlich alles ihr kampf ihr lebenswille ihr schreiben ihre überlebensstiftung mamazone ihr umsichschlagen um noch viel leben zu erleben und immer wieder ein buch .

meine millionen stammzellen gegen ihre leukämie halfen übergangsweise nun in eine zweite transplantation dann sagte ihr körper basta tilt schluss mit mir nicht mehr .


uschis malen in der psycho-onko-stunde
(c)privat 


kämpfen kann auch den kämpfer zerstören .
helfen kann auch den helfer zerstören .

die uhr läuft ab und du liegst im testamentarisch gewünschten zirbenholzsarg der so gut nach daheim duftet und der wein zum leichenschmaus ist ein lagrein aus südtirol .

pfiati 
ba baa wie schreibt man diesen weichen klang bloss liebe uschi .



Ursula Goldmann-Posch  vor ein paar Jahren
 Gegangen am 4.6.2016
(c)privat 


Herz im Wald, am Ritten, Sigmund-Freud-Weg


text und fotos (c)krista posch



Nachruf der mamazone-Stiftung:

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (B. Brecht)

Am Morgen des 4. Juni 2016 starb Ursula Goldmann-Posch mit nur 67 Jahren an den Folgen einer therapieassoziierten akuten myeloischen Leukämie. So, wie sie 17 Jahre lang für eine bessere Brustkrebs-Nachsorge kämpfte und Frauen durch Wissen über ihre Krankheit vom „Opfer“ zur Regisseurin ihres eigenen Behandlungsverlaufs machen wollte, hat sie auch um ihre eigene Gesundheit gekämpft - bis ihr Körper dem aggressiven Fortschreiten der Erkrankung nicht mehr standhalten konnte.
1999 gründete sie, die Medizinjournalistin und Buchautorin, gemeinsam mit anderen an Brustkrebs erkrankten Frauen die Selbsthilfegruppe mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V., nachdem sie drei Jahre zuvor selbst an Brustkrebs erkrankt war und sich schlecht behandelt und unzureichend aufgeklärt fühlte. Mit mamazone wollte sie eine Brücke schlagen zwischen den Patientinnen einerseits und Medizin und Forschung andererseits. Erlebte und erlernte Kompetenz sollten sich zu einer gemeinsamen Kraft gegen Brustkrebs zusammenschließen.
Von Beginn an sprühte sie vor kreativen Ideen, ihrer Zeit immer ein bisschen voraus und ließ sich von keinen Stolpersteinen aufhalten. Mit beinah übermenschlichem Engagement machte sie in den darauffolgenden 17 Jahren mamazone zu dem, was der Verein heute ist: mit rund 2000 Mitgliedern die größte Brustkrebsselbsthilfegruppe in Deutschland, die den betroffenen Frauen bundesweit Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Krankheit gibt und Forderungen an Politik und Wissenschaft formuliert, um ein längeres und besseres (Über-)Leben für Brustkrebspatientinnen zu erreichen.
Viele Projekte nahmen auf ihre Initiative hin Gestalt an, allen voran das Flaggschiff „Projekt Diplompatientin®“, in dem schon ein Jahr nach der Gründung der Kerngedanke von mamazone konkret wurde: ein Wissenschaftskongress für Patientinnen, der alljährlich über Neuigkeiten rund um die Krankheit, Forschung und Therapie informiert.
Es folgten Aktionen wie das mamazone-mobil, das Brustkrebswissen in die entlegensten Winkel Deutschlands bringt, oder das Projekt „La Mamma“, in dem Pflegepersonal speziell für die Pflege von Brustkrebspatientinnen geschult wird. Auch das mamazone Magazin „mamazoneMAG“, das zweimal jährlich erscheint, oder die „Mutmachmärchen“-CDs, gelesen von bekannten Frauen, die Patientinnen neue Zuversicht geben – all das  sollte und soll erkrankten Frauen bei ihrer Heilung helfen.
Zur fachlichen Unterstützung der Beratung der mamazone-Mitglieder gewann sie schon vor Jahren 30 ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen der Brustkrebsmedizin als wissenschaftlichen Beirat, weil ihr Kompetenz und Professionalität Zeit ihres Lebens wichtige Eigenschaften waren.
Zudem gründete sie zwei Stiftungen:
  • „PATH – „Patients’ Tumorbank of Hope“. Dies ist die weltweit einzige und einzigartige Tumorgewebebank von Frauen mit Brustkrebs für Frauen mit Brustkrebs (http://www.mamazone.de/projekte/path).
  • Die zweite Stiftung „PONS-S – Patienten Orientierte Nachsorge Stiftung“ besteht aus 42 Wissenschaftlern, die sich für eine bessere Brustkrebs-Nachsorge einsetzen, damit die veraltete Datenlage zur Nachsorge von Frauen mit Brustkrebs auf der Grundlage moderner Erkenntnisse endlich aktualisiert werden kann. (www.pons-stiftung.org).
All die Jahre hat sich Ursula Goldmann-Posch mit unermüdlichem Einsatz, enormem Fachwissen, kreativen Ideen und bewundernswertem Durchhaltevermögen dafür eingesetzt, den betroffenen Frauen wieder Mut und Selbstvertrauen zu geben. 
Auch wenn sie sich in den letzten zwei Jahren aus dem aktiven mamazone Leben notgedrungen zurückziehen musste, war sie doch bis zum Schluss an allen Vorgängen höchst interessiert. Noch vor vier Wochen wollte sie die Fahnen des neuen mamazoneMAG sehen und hatte sofort wieder einen Vorschlag, welche hoffnungsvollen Forschungsergebnisse bei der Brustkrebs-Bekämpfung im nächsten Magazin vorgestellt werden sollten. mamazone war ihr Lebenswerk, das sie ins Zentrum ihrer Existenz gestellt und für das sie nicht selten bis zur Erschöpfung gearbeitet hat.
„Ich bin keine Forscherin“, sagte sie vor einiger Zeit „aber ich verstehe mich als ‚Überlebenswissenschaftlerin‘, deren Arbeit immer das Wohl der betroffenen Frauen zum Ziel hat.“
Dieses Ziel weiter zu verfolgen ist jetzt unsere Aufgabe, damit die Diagnose Brustkrebs vielleicht irgendwann ihren Schrecken verliert. Wir, der Vorstand und die Mitglieder von mamazone, sind tief betroffen von ihrem Tod und werden eine so beeindruckende wie liebenswerte Frau, die uns mit ihrer unverwechselbaren Art inspiriert und unser Leben auf so vielfältige Weise bereichert hat, vermissen. 

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“ Franz Kafka