Sonntag, 23. November 2014

Theater nach dem Mauerfall ....






Als ich neulich die Bilder der Aufführung von "Karate-Billy kehrt zurück" fand fiel mir ein, dass wir 1990 schon ein Wende-Stück gespielt haben, im Marstall, Residenztheater:
"GOLAN" von Christian Martin
Pierre Politz hat inszeniert.

Das Stück, sein Titel, hatte nichts mit dem Nahen Osten zu tun, sondern handelte von einem jungen Paar in Berlin . Sandy und Andy . Erster Teil zur Zeit der Montags-Demonstrationen, zweiter Teil nach dem Mauerfall. Es geht alles nicht so gut aus, wie es von den Beiden erhofft war ...

Der Titel des Stückes zog das Publikum nicht gerade in Scharen an . Es waren sehr intime Vorstellungen, die wir da zu zweit spielten... 

Jan Eberwein und ich .

Einmal haben wir die paar Leute auf dem Weg zu unserem Auftritt mit einem leisen "Guten Abend" begrüßt... 
Die waren so überrascht .. etwas war aus der Reihe ..
Es war dies eine besonders gelungene Aufführung .
Die Zuschauer fühlten sich eingebunden . Allein durch diesen Gruß zu Beginn. Die "Vierte Wand" war durchbrochen. 



1991 .. da haben wir dann mit Roland Schäfer "Karate-Billy kehrt zurück" gemacht.. 
ein wildes DDR-Aufarbeitungsstück von Klaus Pohl . 
Es floss Theaterblut und im Publikum wurde auch ab und an jemand ohnmächtig vor Schreck...




Ich war Sascha, die Bedienung der Kneipe, in der sich alles abspielte. Sie bediente auch Herren, und Billy, der Rückkehrer und Rächer seines kaputten Lebens (Peter Kremer), fand in ihr auch eine Seelen-Verwandte ....



© K.Posch









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Freue mich über Ihre Kommentare, wenn Sie mögen *