Der schwarze Gartenweg am Meer
Glänzt unterm Licht der gelben Laternen.
Ich bin ganz ruhig. Nur soll man nicht
Von ihm mir sprechen.
Du bist mein Freund, bist sanft und treu,
Wir werden gehen, uns küssen, altern...
Und leichte Monde überfliegen uns
wie Schneekristalle.
(Anna Achmatowa, Nachgedichtet von Sarah Kirsch)
Wir werden gehen, uns küssen, altern . So einfach, so wahr .... Die Worte standen über der inspirierten Bühne von Katja Hass, in kyrillischer Schrift . Als Leitmotiv für Tschaikowskis "Lyrische Szenen" ... Eugen Onegin.
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Der Taxifahrer holt mich am morgen vom Hotel NIZZA ab . Stumm sitzt er am Steuer . Ich frage nach einer Weile, woher er kommt. Vor 24 Jahren ist er aus Pakistan hierher, sein Sohn studiert an der Uni in Darmstadt, der Kleine geht dort zur Schule, die Kinder lachen den Vater wegen seiner Grammatikfehler aus, er hat alles auf der Strasse gelernt, ohne Schule, seine Frau ist vor sechs Jahren bei einem Brand im Odenwald aus dem dritten Stock des Wohnhauses heruntergestürzt und wird nie mehr richtig gesund werden, seine 98-jährige Mutter lebt auch bei ihnen, Ihr Deutschen habt eine ganz andere Kultur als wir in Pakistan, wir stecken niemanden ins Altenheim, die Familie muss zusammenbleiben, das ist das Wichtigste, nicht das Geld ... Bei uns suchen die Eltern die Braut für den Mann aus, wenn er nicht sucht, müssen wir das machen.. Als wir in der Bertramstrasse ankommen sage ich vorsichtig, der Sohn dürfe aber bitte selbst entscheiden, wen er liebt. Er nickt . Er verspricht es mir quasi...
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Der eher kleine Hessische Rundfunk ist in einem Gebäude untergebracht, in welchem eigentlich der Bundestag sitzen sollte, seinerzeit, als Frankfurt mal als Hauptstadt angedacht wurde… aha. Adenauer gefiel es dann doch in Bonn besser, und die sogenannte Gold-Halle und alles was dazu gehört wurde in den HR verwandelt … Man darf mich korrigieren, die freundliche Besetzungsdame hat mir das zwischen Pforte und Hörspiel-Studio im 3.Stock aber so erklärt.
(wikipedia : Im Stadtteil Dornbusch bezog der junge Sender 1951 seine neuen Räumlichkeiten, die eigentlich als Sitz des Deutschen Bundestages geplant und zum Teil bereits im Rohbau fertiggestellt waren. Am 10. Mai 1949 entschied sich der „Parlamentarische Rat“ gegen Frankfurt und bestimmte Bonn zur provisorischen Bundeshauptstadt. Der sogenannte „Rundbau“, in dem bis 1999 alle Hörfunkstudios untergebracht waren, sollte ursprünglich als Plenarsaal des Deutschen Bundestages genutzt werden. Der Rundbau wurde in Anlehnung an die gleichfalls rundeFrankfurter Paulskirche errichtet, um an die Paulskirchenverfassung von 1848 zu erinnern. An diese dem Gebäude zugedachte Funktion erinnert heute noch die denkmalgeschützte „Goldhalle“, die der Vorraum zum Plenarsaal des Bundestags hätte werden sollen und heute als Ausstellungsraum und als Teil des Foyers vom später seitlich angebauten hr-Sendesaal dient. )
| Gold-Halle im HR |
„Otto der Grossaktionär“ nach einem Roman von Gisela Elsner - Die Unberührbare ihres Sohnes Oskar Röhler hat sie mir seinerzeit vor Augen geführt, genial verkörpert von Hannelore Elsner, nicht verwandt oder verschwägert, aber vorher war die Schriftstellerin mir kein Begriff ... also, „Otto der Großaktionär“ mit seinen fünf Aktien in der grandiosen Bearbeitung von Patricia Görg, in der Der Gestank und Die Reitpeitsche als Personen auf der Besetzungsliste stehen, ( beim ersten Durchlesen schwankte ich permanent zwischen Lachen und ist das grausig-sagen ) wurde von mir als strippenziehende Erzählerin, die sich in ihren Elsnerschen Schachtelsätzen nicht verlieren durfte, alleine im Studio aufgenommen…
All den wunderbaren Kollegen und -Innen begegne ich diesmal also nicht : Corinna Kirchhoff, Jürg Löw, mit dem ich einen kalten Schwedensommer lang gedreht habe, Nico Holonics, mit dem ich für Gerd Krogmann schon in der Badewanne saß und nachher war das ganze Studio nassgespritzt, Ernst Konarek, Milan Peschel, Astrid Meyerfeldt und und und …
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