Sonntag, 28. Dezember 2014

Der Berg - Die Hohe Munde






Und er ist einfach da... dieser Berg... 
und lange nach uns wird er es noch sein, 
ohne über uns Krabbeltiere zu lachen, 
ohne uns schlecht zu machen,
ohne eine Emotion ..
einfach D A A A ....

"Die Hohe Munde ist ein 2662 m hoher Berg am Ostende der Mieminger Kette in Tirol. Sie besteht aus dem 2.662 m hohen Westgipfel und dem 2592 m hohen Ostgipfel, auch Mundekopf genannt." (Wikipedia)



..auch "rechts" von der HM ist es stark ..

Mit diesem Berg, der HOHEN MUNDE, verbindet mich eine wichtige Zeit meines Lebens, meiner Schauspieler-Laufbahn ... 
Zu Füßen dieses austrahlungsstarken , dieses "magischen" Berges wurde zum Beispiel "Stigma" von Felix Mitterer uraufgeführt . 
Von Telfs, von den "Tiroler Volksschauspielen" aus bin ich dann nach Düsseldorf ans Schauspielhaus . 

Felix Mitterer hat diesem Berg ein eigenes Theaterstück gewidmet : 
MUNDE ( das Stück auf dem Gipfel ) 
uraufgeführt wirklich auf dem Gipfel der Hohen Munde 1990 . 
Die Zuschauer gingen weite Teile des steilen Weges zu Fuß hoch, dann kamen die Jeeps, dann die Hubschrauber ...
Ich war damals nicht dabei, aber durch die Verbundenheit mit Felix auch mit dieser Aufführung verbunden. 


Ein zweites Mal hab ich noch unter der Hohen Munde Theater gespielt, 
nämlich die Emmi in "Nicht Fisch, nicht Fleisch" von FX Kroetz .
Wieder eine Inszenierung von Ruth Drexel.
Die lief nachher auch erfolgreich am Münchner Volkstheater.

( mit Lorenz Gutmann )

Fast jeden Winter verbringe ich gerne ein paar Tage in der Nähe dieses Berges ... 
oder sagen wir, da, wo der Berg einfach da ist ..
und ich eben auch schon wieder...
auch ohne Theater ..





© K.Posch


Freitag, 19. Dezember 2014

LICHT ...und SALZ DER ERDE




...als ob der Sonnwendtag schon gewesen wäre ..
...als ob es schon wieder früher heller werden darf ..

Der Frühling fuhr mir in die Knochen heute !
Die weihnachtliche City weiträumig umgangen,
viel Bewegung morgens, mittags, abends ..
Drinnen und draussen ..

Text gelernt dazwischen immer wieder..



UND :
im Kino gewesen..

DAS SALZ DER ERDE 
der Dokumentarfilm von Wim Wenders über Sebastiao Salgado, den Photographen. 
Den,der mit Licht malt also, wenn man den Begriff wörtlich aus dem Griechischen übersetzt, wie Wenders es zu Beginn des Filmes sagt.

Sehr beeindruckend. Sehr berührend. 
Was für eine Leidenschaft...

Wenn man klar daran erinnert werden will, wie wir Menschen uns zu Brudermördern ausgewachsen haben...aber auch klar sehen will,wie wir alle zusammen EINE Spezies sind ... wie es möglich ist, über bloße Verzweiflung an der Welt hinaus zu gehen.. in die HANDLUNG !! ... dann sollte man sich diesen Film nicht entgehen lassen ! 



Wenders so bescheiden hinter dem "Hauptdarsteller"...ihm und seinen Bildern allen Raum gebend.


zum TRAILER  


Bin dankbar für diesen Tag ...




Dienstag, 16. Dezember 2014

L I C H T




LICHT war immer schon da ... 
deswegen konnte es "erfunden" werden.






... in ein paar Tagen wird es wieder früher hell .. ... später dunkel .. 
obwohl der WINTER ja erst beginnt ... 

Die Häuser sehen dann zwar immer noch wie Adventskalender aus, und der weihnachtliche Strom-Glanz dauert an . Aber die HELLIGKEIT am Tag nimmt unweigerlich zu .. ohne unser Zutun.. Seit Sonnenbeginn ... 
...ob wir im Dunkeln bleiben wollen oder nicht..


Yippie !
Es KANN nur noch AUFWÄRTS gehen ! 


Auf dass die herannahende Helligkeit Auswirkungen habe auf UNS !!
In jeder Hinsicht ...
.. nicht glauben, dass nichts mehr zu ändern oder zu "retten" ist . Je mehr wir in diese Richtung denken, umso mehr wird es so sein..

Was sich gerade alles so zu-spitzt rundherum hat mit UNS zu tun. 
Mit uns als Spezies Mensch . 
Kein Tier foltert. Kein Tier schwingt Hass-Parolen. 
Wir sind auf einen finsteren Weg geraten , so verfahren, dass es nur noch AUFWÄRTS gehen kann . 

Yippie !
Es KANN nur noch AUFWÄRTS gehen ! 


Sonne im Zimmer

Sonnenuntergang vom Zimmerhof in Südtirol aus gesehen..

Sonnenaufgang über der Adria bei Sirolo ..


© K.Posch













Sonntag, 7. Dezember 2014

Konzert Marc-André Hamelin





"Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter ...." 
( Shakespeare: Was Ihr wollt )

.... Schuberts unendliche Traurigkeit, seine Einsamkeit und sein Leben-wollen ... in den Händen von Marc-André Hamelin . Klar, unsentimental, kraftvoll, unendlich zart.. verlieh er dem Flügel Seele und der bereiten Seele Flügel über die Ohren .
Mozart als Öffner , Eröffner , Einfacher , Ent-Facher ..
Debussy führte pianissimo und sprung-voll Richtung Hamelin .
Bei ihm kam dann der minimalistische Clown zum Vorschein, der mit absoluter DEMUT seinen Vor-gängern begegnet , JEDEN einzelnen Ton zutiefst spielerisch ernst nimmt, ihm gerecht wird, und ihn aus den abwesenden Noten befreit .
Ein so leuchtendes Konzert war das gestern Abend im Herkulessaal in München ..  
....


Hamelin tritt im Mai 2015 wieder in Deutschland auf und einmal auch in Österreich .

zur Webseite von Marc-André Hamelin 


Montag, 1. Dezember 2014

Theater : Stillbach oder die Sehnsucht




...eine Art "Geheimnis" über einem neuen Textbuch .... 
Papier soll lebendig werden.  
Eine Rolle soll vom Papier 'erlöst' werden.  

....


EMMA
schaut in den Himmel. Noch sehen die Wolken aus wie Spaziergänger, die zwischen Himmel und Erde wandern. Aber nach und nach werden sie sich zusammenschließen und kleine Gruppen bilden. Und schließlich türmen sie sich auf und füllen den Himmel. Ich mag diese vollen Himmel. Diese dicken Wolken, die über die Stadt ziehen und Schatten werfen –

DIE BEWOHNER 
beginnen wieder von vorne zu singen  Fischia il vento, infuria la bufera / scarpe rotte eppur bisogna andar / a conquistare la rossa primavera / dove sorge il sol dell'avvenir. usw

EMMA 
Diese dicken Wolken, die zu Hause in Stillbach die Berge verhüllen –
Es wird dunkel –


Die Tiere werden unruhig –


.. aus "Stillbach oder die Sehnsucht" von Andreas Jungwirth und Sabine Gruber . 
Dramatisierung des gleichnamigen Romans von Sabine Gruber.  Für die Vereinigten Bühnen Bozen. 
Premiere am 21. Februar 2015 im Stadttheater Bozen
Regie: Petra Luisa Meyer



..anfangen .. immer spannend..

Das erste Lesen..
..den eigenen Part farblich markieren, und die Rolle dadurch schon ein bisschen "nehmen".. 
wieder und wieder lesen das Ganze ..
Ab da gehe ich mit dieser "meiner Figur" zu Bett, stehe mit ihr auf, sie ist fast immer präsent.
Sie wächst in mich hinein.
Ich verwandle mich ihr an.
Sie verwandelt sich mir selbst an...
Ich schaue sie von aussen und innen an.
Sie geht durch den Körper... 
Man geht durch ihren vom Autor erdachten Körper... 
Man schaut sie von innen und von aussen an..
sie mischt sich in meinen Alltag ein ... 

Wenn die Proben irgendwann beginnen passiert wieder Neues : 
da sind andere, denen es so ähnlich (oder ganz anders) geht mit ihren Figuren... 
und diese Phantasie-Wesen kommen nun in Fleisch und Blut zusammen ... 
begegnen sich... 
tun das, was ein Autor sich ausgedacht hat, 
und tun das, was durch den Kontakt mit dem Gegenüber entsteht .

Der Regisseur ist im besten Fall ein Begleiter, Animator, Inspirationsgeber ... 
einer der dabei hilft, das Maximum an Nähe oder Fremdheit zwischen sich selbst und der geschriebenen Figur herzustellen ... 
und der imstande ist, alles in einem Ganzen zu bündeln schließlich. 


© K.Posch


Sonntag, 23. November 2014

Theater nach dem Mauerfall ....






Als ich neulich die Bilder der Aufführung von "Karate-Billy kehrt zurück" fand fiel mir ein, dass wir 1990 schon ein Wende-Stück gespielt haben, im Marstall, Residenztheater:
"GOLAN" von Christian Martin . 
Pierre Politz hat inszeniert.

Das Stück, sein Titel, hatte nichts mit dem Nahen Osten zu tun, sondern handelte von einem jungen Paar in Berlin . Sandy und Andy . Erster Teil zur Zeit der Montags-Demonstrationen, zweiter Teil nach dem Mauerfall. Es geht alles nicht so gut aus, wie es von den Beiden erhofft war ...

Der Titel des Stückes zog das Publikum nicht gerade in Scharen an . Es waren sehr intime Vorstellungen, die wir da zu zweit spielten... 

Jan Eberwein und ich .

Einmal haben wir die paar Leute auf dem Weg zu unserem Auftritt mit einem leisen "Guten Abend" begrüßt... 
Die waren so überrascht .. etwas war aus der Reihe ..
Es war dies eine besonders gelungene Aufführung .
Die Zuschauer fühlten sich eingebunden . Allein durch diesen Gruß zu Beginn. Die "Vierte Wand" war durchbrochen. 



1991 .. da haben wir dann mit Roland Schäfer "Karate-Billy kehrt zurück" gemacht.. 
ein wildes DDR-Aufarbeitungsstück von Klaus Pohl . 
Es floss Theaterblut und im Publikum wurde auch ab und an jemand ohnmächtig vor Schreck...




Ich war Sascha, die Bedienung der Kneipe, in der sich alles abspielte. Sie bediente auch Herren, und Billy, der Rückkehrer und Rächer seines kaputten Lebens (Peter Kremer), fand in ihr auch eine Seelen-Verwandte ....



© K.Posch









Dienstag, 18. November 2014

Magie der Haare ... Thema Blond ...






Welche MAGIE den Haaren innewohnt .. 
 Märchen zuhauf, in denen die Zauberkraft des Haars eine Hauptrolle spielt ..
DER TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN.. 
(beim Teufel tun es auch nur drei).. 
RAPUNZEL mit dem Zopf, der ihren Prinzen zu ihr bringt.
...um nur zwei Beispiele zu nennen..

Fausts GRETCHEN und jeder Kindsmörderin oder "Hexe" , blond oder dunkel, wurden die Haare abgeschnitten, so die Weiblichkeit genommen, das "Opfer" gebrandmarkt ...

MAGDALENA, die "Sünderin" aus der Bibel, wäscht Jesus die Füsse mit ihren Haaren .
Die Haare sind Schmuck, Vitalität, sind "Antennen" ...





... kleines Chanson aus dem Programm "Erogene Zone" : 


BLOND

Sie war blond..
Alles an ihr war blond..
Auch die Augen warn blond..
Obwohl sie blau warn, warn sie blond..
Ein so blondes Blau hab ich noch nie gesehn..
Sie war blond

Und die Hände so blond
Und die Stimme so blond
Und ihr Duft so blond
Nur ihre Seele, die war schwarz
Wie ihr Herz
Wie ihr Kuss
Wie ihr Handschuh
Den sie mir nachwarf
Als ich blind
Vor soviel blond
Nur mehr rot sah....

text: K.Posch
musik: T. Bogenberger 


All die Witze die es früher über Blondinen gab ... oder noch gibt ..


.. der folgende "teilt" wenigstens noch ein bisschen "aus" :

"Warum sind Blondinenwitze meistens so kurz? Damit blonde Männer sie auch verstehen"..  


...und plötzlich also selbst blond ... 
..vor zweieinhalb Jahren ein Versuch, mit blonden Strähnen das Grau verschwinden zu lassen oder zu vermindern .
Und der Typ, der man sein Leben lang bis dato war, verändert sich sofort ...
Interessant vor allem, dass mich viele Leute gar nicht mehr spontan erkannt hatten ..Erst nach einem "Hallo" meinerseits und erstauntem OH ihrerseits . 

Und dann waren also mit der neuen Farbe sofort neue Fotos angesagt , klar .. 
Sylke Gall fiel mir zu der Zeit immer auf in Facebook, 
und so haben wir uns getroffen und bald war ich "neu".


...ernstes Blond ...


Dieser kleidsame "Schmuck" da oben war mir nie so wichtig, weil er selbstverständlich und gesund da war/ist. 
Brünett von Natur aus ... später weiss durchzogen ..
Friseure und Maskenbildner waren immer entzückt über mein Kopf-"Fell" und erst dadurch wurde mir klar, dass das für viele Frauen etwas sehr Wünschenswertes und eben wohl nicht Selbstverständliches ist ... 


Habe mich zwei Jahre wohlgefühlt in Blond .
Das war´s dann aber auch. Das Dunkelhaarige ist eben doch "Meines" ..
Bei Bedarf ja wieder veränderbar ...


UND ... unglaublich : 
Leute, die ich ewig nicht gesehen hatte, erkennen mich nun schon von Weitem, weil ich eben dunkelhaarig in ihnen gespeichert bin ..

ach...unsere Gewohnheiten ..



....