Des Frühlings Liebesbriefe an den Winter allüberall schon unterwegs die Schrift unverkennbar die Kraft unzerstörbar diese ins Blau geritzten Aufmerksamkeitszeichen diese federleichten Ausrufungszeichen ja ja balde bald wir sind schon da diskret aber da was kümmert uns ein Datum im März .
Diese Lichtwürfe Einstellungen Ausläufer gibt es jetzt der Winter kennt solche nicht das Tauwetter nächste Woche der Matsch lassen die Erde aufquellen und alles was sprießen wird können geht in Aufnahmemodus und ich spüre das ohne davon zu wissen und jede Zelle jeder Zeh reckt sich einem Unbekannten Altvertrauten entgegen und ich werde aufatmen weil dieser geliebte Ablauf den geliebten Winter in den geliebten Frühling verwandeln wird und mir das nicht egal sein kann .
Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau.
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.
Rainer Maria RILKE
Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.
Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten -
dürfen ihn einmal sehn.
Rainer Maria RILKE
worte/bilder (c) krista posch

















